Back & Frost GmbH

  • Ort: Berlin, Deutschland
  • Kältemaschinen: 2x InvenSor LTC 30 e plus-FC
  • Kälteleistung: 60 kW
  • Wärmequelle: BHKW Viessmann „vitobloc 200“
  • In Betrieb seit: Mai 2017
  • Besonderheiten:

    Unterstützung der 8 Kompressionskältemaschinen zur Lebensmittelkühlung, BAFA übernimmt 20% der Investitionskosten inkl. Installationskosten

Das traditionelle Unternehmen Back & Frost benötigt bei der Herstellung der beliebten Tiefkühlbackwaren nicht nur hochwertige Rohstoffe, sondern auch eine enorme Menge an Kälte. Bisher wurde dieser Bedarf ausschließlich durch herkömmliche Kompressionskältemaschinen (KKMs) gedeckt. Durch die Neuanschaffung eines Blockheizkraftwerkes (BHKW) und zur Entlastung der KKMs entschied sich das Unternehmen nun für die umweltfreundlichen ADsorptionskältemaschinen (AdKMs) von InvenSor.

AdKMs nutzen zur Kälteerzeugung die Abwärme von z.B. Blockheizkraftwerken als Antriebsquelle und arbeiten nach dem Adsorptionsprozess. In den Kältemaschinen werden zwei Teilprozesse alternierend gefahren und somit eine kontinuierliche Kälteleistung erzielt. Da der Kunde bisher noch kein BHKW besaß, wurde im ersten Bauabschnitt durch die Firma Kraftland ein BHKW mit 293 kW thermischer Leistung und mit 199 kW elektrischer Leistung verbaut, welches über einen 10.000 Liter Heißwasserpufferspeicher verfügt. Im nächsten Abschnitt widmete man sich der Erweiterung der Kühlung. Es existieren bereits zwei Kühlkreisläufe mit jeweils vier KKMs, welche Tiefkälte von -20 °C für das Kühlhaus mit 8.000 m³ sowie dem Schockfroster zwischen der Produktion und dem Kühlhaus liefern. Die dafür installierten KKMs haben eine Nennleistung von insgesamt 292 kW. Allerdings verbrauchen die Kältemaschinen sehr viel Strom, um die benötigte Kälte bereitzustellen. Aus diesem Grund und, um auch das BHKW in den Sommermonaten auszulasten, entschied man sich für einen Ausbau der Kühlung. Durch die bestehende KWK-Anlage entschloss man sich für zwei InvenSor ADsorptionskältemaschinen LTC 30 e plus mit Freikühlfunktion „Wir haben die Kältemaschinen dazu einfach an den vorhandenen Heißwasserpufferspeicher angebunden, welche seither das Unternehmen mit 60 kW Kälteleistung versorgen“, erläutert Oliver Tamm, Produktmanager bei InvenSor.

Im Mai 2017 wurden die ADsorptionskältemaschinen in Betrieb genommen und kühlen seitdem den Verflüssiger der KKMs. Durch diese Verschaltung konnte sowohl die Effizienz der Tiefkühleinheit als auch deren Rückkühlleistung gesteigert werden, da ein zusätzlicher Rückkühler die Abwärme der ADsorptionskälte an die Umgebung abgibt.